EuroComRom – Kompaktkurs |
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Optimiertes Erschließen - Eine GrundfertigkeitDie Vorexperimente zur Methode EuroCom haben gezeigt,
dass das Erschließen eine Grundfertigkeit menschlichen kommunikativen
Verhaltens ist. Erschließungsvorgänge spielen in der täglichen
Kommunikation eine wichtige Rolle, etwa um Neues zu lernen, um Wissen zu
verankern oder auch nur um Defizienzen oder Lücken im
Kommunikationsvorgang auszubessern. Diese Grundfertigkeit ist in der
Mutterspache so effizient wie in erlernten Sprachen.
Die Techniken des Erschließens lassen sich optimieren. Zwar finden die Erschließungs-vorgänge in schriftlicher wie mündlicher Kommunikation statt, sie sind jedoch beim Erschließen geschriebener Texte leichter nachvollziehbar und durch kognitive Einsichten steuerbar. Beim Lesen lässt sich die Zeit "anhalten", assoziative Transfer-prozesse können die Erschließungsvorgänge gezielt steuern. Dies lässt sich durch die Optimierung der Fähigkeiten des Erschließens auf der Basis der Muttersprache und einer oder mehrerer Brückensprachen zu weiteren Fremdsprachen nutzen. Optimiertes Erschließen dient dazu, Hypothesen zu bilden. Das Anwenden der hier beschriebenen Erschließungsstrategien und der dazu gehörigen Transferbasen enwickelt beim Lerner ein autonomes Vorgehen. Anders als bei herkömmlichem Erlernen von Strukturen, geht der Lerner von authentischen Texten aus, die er mit seinem außertextuellen Wissen verbinden kann. Bei der Rezeption dieser Texte baut er selber Lernerhypothesen bis hin zum Entwurf einer eigenen Spontan- oder Hypothesengrammatik auf. Dabei helfen ihm die hier entwickelten linguistischen Transfermaterialien, die in ihrer sprachgruppen-umfassenden Gültigkeit die Hypothesen bestätigen oder modifizieren. zurück zur
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Gegenstand dieses Kompatkkurses zur Methode EuroCom
ist das Optimierte Erschließen nahverwandter Sprachen auf Grund der
ausgearbeiteten Transfermaterialien, die für die gesamte Sprachgruppe
gelten.
Den Vorgang des Optimierten Erschließens kann man im nachfolgenden Schaubild modellhaft abgebildet sehen. Dabei ist die Abfolge der diversen Erschließungs-möglichkeiten nicht zwingend vorgeschrieben. Die eigene Sprachbiographie und die Entwicklung der eigenen rezeptiven Lesetechniken sind entscheidende Parameter für eine erfolgreiche Textrezeption. Eine Systematisierung und Verifizierung der vom Lerner kognitiv erarbeiteten Hypothesen-grammatik anhand der einzelsprachlichen Porträts (in Klein/Stegmann 2000) gehört zwingend zum Lernfortschritt. Die Methode EuroCom schafft durch die Erziehung zur language awareness eine Lernerautonomie, die dem Lehrenden die Rolle eines Spracherwerbberaters und Partners zuordnet. |